Diabetes – Impotenz Teil 1

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Impotenz

Impotenz ist meist ein organisches Problem. Oft lässt sich das Stehvermögen mit Hilfe von Medikamenten wiederherstellen. 

Wenn es im Bett nicht mehr klappt wie gewünscht, kann das zur Belastungsprobe für die Beziehung werden.

Dass Diabetes alle möglichen Gesundheitsprobleme verursachen kann, war mir klar. Aber Potenzstörungen waren wirklich das Letzte, womit ich gerechnet hätte“, sagt Wolfgang Pohl (Name vom (admin) geändert). Drei Jahre ist es her, dass der 56-jährige Typ-2-Diabetiker sein erstes Frust-Erlebnis im Schlafzimmer hatte. „Ich habe einfach zu früh schlapp gemacht“, sagt er. „Anfangs dachte ich, dass vielleicht der Stress im Job daran schuld ist. Meine Frau hat befürchtet, sie wäre nicht mehr attraktiv für mich – immerhin waren wir ja schon 30 Jahre verheiratet.“

Weil sich die Potenzprobleme auch nach seiner Früh – Pensionierung nicht besserten, vertraute sich der ehemalige Pfarrer und Familientherapeut schließlich seiner Hausärztin an. Die vermutete sofort einen Zusammenhang mit dem Diabetes. Schließlich litt Wolfgang Pohl schon seit Jahren unter einer diabetischen Neuropathie, Nervenschäden infolge erhöhter Blutzuckerwerte.

Mindestens jeder zweite Diabetiker bekommt im Laufe seiner Erkrankung Potenzprobleme. „Bei 80 Prozent der Betroffenen stecken dahinter organische Ursachen, vor allem Nervenschäden und Durchblutungsstörungen“, sagt Dr. Christian Leiber, Oberarzt an der Urologischen Klinik der Universität Freiburg.

Nerven- oder Durchblutungsprobleme als Ursache!

„Oft sind nach langjährigem Diabetes die Nerven geschädigt, die an der Steuerung der Erektion beteiligt sind“, so Leiber. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer „autonomen“ Neuropathie, also einer Schädigung willentlich nicht steuerbarer Nerven – im Gegensatz zur peripheren Neuropathie, bei der die Bewegungs- und Empfindungsnerven vor allem der Beine und Arme betroffen sind. 

Auch die bei Diabetes häufigen Durchblutungsstörungen schaden der Potenz. Erhöhte Blutzuckerwerte fördern Gefäßverkalkungen, genau wie schlechte Blutfettwerte und hoher Blutdruck. Durch die verengten Adern kann dann nicht mehr genug Blut in die Schwellkörper strömen, um eine Erektion auszulösen. „Potenzprobleme sollten daher immer auch ein Anlass sein, das allgemeine Herz-Kreislauf- Risiko zu untersuchen“, so der Internist und Diabetologe Dr. Frank Merfort aus Grevenbroich.

„Etwa jeder zweite Mann mit Herzproblemen hatte in den Jahren davor Potenzstörungen.“

 

Schon aus diesem Grund, sollte Mann den Gang zum Arzt nicht scheuen. Wer konsequent gegen sein Arterioskleroserisiko vorgeht, also für möglichst gute Blutzucker-, Blutfett und Blutdruckwerte sorgt und auch auf Gefäßgifte wie Nikotin verzichtet, hilft nicht nur seiner Potenz wieder auf die Sprünge, sondern senkt auch sein Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

 Stress, Angst, Depressionen

„Auch psychische Probleme wie Versagensängste, Partnerschaftskonflikte oder Stress im Job können eine Rolle spielen, wenn es im Bett nicht mehr klappt“, sagt Diplom-Psychologin Elvira Schmidt von der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr. „Zudem kommen Depressionen bei Diabetikern doppelt so häufig vor, wie bei Nichtdiabetikern, was natürlich auch das Sexualleben beeinträchtigt.“

Ein Problem, wenn dann das falsche Antidepressivum eingesetzt wird:

„Manche Antidepressiva und andere Medikamente, etwa Betablocker oder Kalziumantagonisten gegen hohen Blutdruck, können wiederum die Potenz beeinträchtigen“, sagt Diabetologe Merfort. „In Absprache mit dem Arzt kann dann der Umstieg auf ein anderes Medikament sinnvoll sein.“

 

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2 Kommentare

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