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Feb 16 2016

3sat: „Wissenschaft am Donnerstag“ über illegalen Organhandel | Pressemitteilung 

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3sat: „Wissenschaft am Donnerstag“ über illegalen Organhandel

„Wissenschaft am Donnerstag“, 18. Februar 2016
20.15 Uhr: Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung
Dokumentation
im Anschluss, 21.00 Uhr: scobel – Organhandel – Der Wert des
Menschen
Gesprächssendung mit Gert Scobel
Erstausstrahlungen

Leber eines Menschen

Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung

Vieles deutet darauf hin, dass in China zehntausende unschuldige Menschen auf Bedarf für einen illegalen Handel mit Transplantationsorganen ermordet wurden. Die Dokumentation „Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“ von Leon Lee präsentiert Augenzeugenberichte und medizinische Fakten, mit deren Hilfe sich ausrechnen lässt, dass beim Organhandel in China viel mehr im Argen liegt, als man im Westen vielleicht wissen möchte.

Als 2006 die ersten Informationen aus China drangen, dass staatliche Krankenhäuser politische Gefangenen gezielt und zeitnah töteten, um deren Organe zu verkaufen, schien dies zu unmenschlich, um wahr zu sein. Insbesondere Mitglieder der buddhistischen Religionsgemeinschaft Falun Gong sollen zu Tausenden unter zweifelhaften Vorwänden in Lagern gefangen gehalten, typisiert und regelmäßig medizinisch untersucht werden, um dann, wenn sie als Spender geeignet sind, auf Bedarf ermordet zu werden.

Die Beweislage ist schwierig, da objektive, unabhängige Untersuchungen in China nicht möglich sind. Doch Augenzeugenberichte von aus China geflohenen Gefangenen und harte medizinische Fakten sprechen für sich: Nirgendwo sonst in der Welt ist es möglich, ein Spenderorgan wie beispielsweise eine Leber innerhalb weniger Tage zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, muss ein riesiger Pool von potenziellen Spendern zur Verfügung stehen. Doch es gibt kein Organ-Spendesystem auf freiwilliger Basis in China, das eine solch große Menge an Spenderorganen zur Verfügung stellen könnte.

Was in China unter den Augen der Weltöffentlichkeit geschieht, geschieht auch in vielen anderen Teilen der Welt. Der illegale Handel mit menschlichen Organen boomt. Er ist Teil eines gut organisierten kriminellen Systems: des globalisierten Menschenhandels. Armut und Kriege leisten dieser Entwicklung massiv Vorschub. Doch was genau verbirgt sich hinter der Transplantationsmafia? Wie funktioniert ihr global arbeitendes System?

Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass nicht nur krude Profitgier hinter den medizinisch getarnten Verbrechen steht, die nicht selten Ärzte begehen, die in Deutschland und anderen westlichen Ländern ausgebildet wurden. Die 3sat-Gesprächssendung „scobel“ dokumentiert Fakten und Zusammenhänge und zeigt, dass der Handel mit menschlichen Organen eine moderne Variante der Sklaverei ist, die zwar offiziell abgeschafft ist, sich aber ungeachtet dessen zu einem der lukrativsten international organisierten Verbrechen entwickelt. „scobel“ geht auch der Frage nach, inwieweit Deutschland in diese skandalösen Zustände verstrickt ist.

Gert Scobels Gäste sind: der Pharmakologe und Arzt Huige Li von der Universität Mainz, der auch O-Ton-Geber der vorangehenden Dokumentation ist und mit seiner Organisation DAFOH für den Friedensnobelpreis 2016 nominiert ist, der Chirurg Johann Pratschke von der Charité Berlin sowie der Medizinethiker Urban Wiesing von der Universität Tübingen.

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über weitere Aspekte des Themas.

Quelle: 3sat: „Wissenschaft am Donnerstag“ über illegalen Organhandel | Pressemitteilung 3sat

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